Archiv für die Kategorie ‘Glaub ich’

Seriös genug

Sonntag, 19. Dezember 2010

Fefe nennt infowars.com „nicht sonderlich seriös“. Das hat ihn bisher 14 mal nicht besonders gestört (Ja, infowars.com und infowars.net gehören zusammen). Wieviel er tatsächlich auf Leute wie Alex Jones gibt, hat er 2006 mal geschrieben: „Dann landet das bei Leuten wie Greg Palast, Wayne Madsen oder Alex Jones, die nur von ein paar hundert bis tausend Verrückten außerhalb des Mainstreams wahrgenommen und geglaubt wird. […] Noch ein Jahr später berichtet die Washington Post darüber. Die Conspiracy Sites freuen sich und sagen “told you so”.“ Dass Alex Jones unter anderem „der falschen“ Verschwörungstheorie anhängt, ist lediglich bedauerlich. Summa: Fefe verlinkt regelmäßig ihm als antisemitisch bekannte, rechte Verschwörungstheoretiker – meist ohne Hinweis – und betrachtet sie als Speerspitze des investigativen Journalismus.

Was mich daran immer wieder wundert, ist, wie er selbst sein „Ich erziehe die Leute zu mehr Vorsicht und Skepsis“ glaubt. Ein einziger substantieller Post zu Infokrieger_innen, Infowars, Antisemitismus und Verschwörungstheorien würde mehr Aufklärung bringen als ein Monat Bild-für-Nerds-Programm. Heck, ein einziger Link auf Kulla würde vermutlich reichen.

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Fefe-Leser_innen

Freitag, 04. Juni 2010

heute erhalten Sie die einmalige Gelegenheit noch selber denken zu müssen. Fefe mag nämlich nicht nur Verschwörungstheorien, sondern auch Urban Legends. Dass die Anredeform völlig normal ist, hat er auch übersehen.

Fake?

Dienstag, 25. Mai 2010

Der Vollständigkeit halber: Asgaard ist wohl kein Fake, wie er auch selbst vermutet, nicht ohne peinliche Wortspielwitze zu reißen.

Aktualisierung: Die Frage bleibt offen.

Sourcecode für alle

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Laut Fefe ist der Quellcode (!) eines Wahlcomputers bekannt geworden. Tatsache ist, dass Datenbanken veröffentlicht wurden, und zwar “the final election databases from recent elections”. Die Datenbank ist aber nur ein sehr kleiner Teil des Wahlcomputers. Darüberhinaus wurden sie vom Herstellerunternehmen beschädigt, so dass sie quasi unbrauchbar sind. Das einzige, was sich damit machen lässt, ist, SQL-Funktionen, die im Klartext gespeichert werden, wiederherzustellen. Wie und ob diese SQL-Funktionen bei Endsystemen überhaupt zum Einsatz kommen, ist aber völlig unklar. Die Sicherheit von Wahlcomputern ist gleich gar nicht betroffen.

Supervision für Blogger

Sonntag, 27. September 2009

Mithin der beste Fefail den ich kenne, wenn auch nicht ganz neu. Fefe kopiert aus der britischen Bild-Morgenpost am Sonntag „Sunday Express“ eine erschütternde These:

Die Briten wollen jetzt 24h CCTV-Überwachung für “20.000 Problemfamilien” einführen

Hooray, geht runter wie tote Katze. Bei 2000 Familien ist das sogar „schon […] so installiert“! Auf Twitter gibt es zwar irgendsoein Dementi, aber das ist ja auf Twitter, also total unglaubwürdig. Glücklicherweise hat Torsten Kleinz nachgeforscht und -gefragt und nicht nur ein Dementi auf Email (Twitterausdrucker!) sondern auch eine Erklärung für die „Story“: Eine britische Reporterin kannte das Wort „Supervision“ nicht und hat einfach mal „Surveillance“ genommen. Darum: Supervision auch für Blogger!