Seriös genug

Fefe nennt infowars.com „nicht sonderlich seriös“. Das hat ihn bisher 14 mal nicht besonders gestört (Ja, infowars.com und infowars.net gehören zusammen). Wieviel er tatsächlich auf Leute wie Alex Jones gibt, hat er 2006 mal geschrieben: „Dann landet das bei Leuten wie Greg Palast, Wayne Madsen oder Alex Jones, die nur von ein paar hundert bis tausend Verrückten außerhalb des Mainstreams wahrgenommen und geglaubt wird. […] Noch ein Jahr später berichtet die Washington Post darüber. Die Conspiracy Sites freuen sich und sagen “told you so”.“ Dass Alex Jones unter anderem „der falschen“ Verschwörungstheorie anhängt, ist lediglich bedauerlich. Summa: Fefe verlinkt regelmäßig ihm als antisemitisch bekannte, rechte Verschwörungstheoretiker – meist ohne Hinweis – und betrachtet sie als Speerspitze des investigativen Journalismus.

Was mich daran immer wieder wundert, ist, wie er selbst sein „Ich erziehe die Leute zu mehr Vorsicht und Skepsis“ glaubt. Ein einziger substantieller Post zu Infokrieger_innen, Infowars, Antisemitismus und Verschwörungstheorien würde mehr Aufklärung bringen als ein Monat Bild-für-Nerds-Programm. Heck, ein einziger Link auf Kulla würde vermutlich reichen.

Kaaaaalt

Schöner Artikel in der KlimaLongue über eine Ente die auch Fefe erwähnt hat.

Dass ICH mich im Internet frei äußern kann

Fefe meint, Netzneutralität hätte was mit seiner Möglichkeit zu veröffentlichen zu tun. Thilo Pfennig kritisiert das. Ganz allgemein haben wenig Schutzrechte irgendwas mit dem zu tun was Leute wie Fefe können.

Homosexuelle und Lesben

Don’t ask don’t tell betrifft nicht nur »Schwule«, sondern auch Lesben und Bisexuelle. Dass Fefe die vergisst ist beispielhaft für die übliche Gleichsetzung von »homosexuell« und »schwul«. Rechtskräftig ist das Urteil, auf das er sich bezieht, auch nicht, soweit ich weiß. Die positiven Seiten von DADT kennt er wohl auch nicht: Es verbietet nicht nur, offen homo- oder bisexuell im US-Militär zu sein, es verbietet auch umgekehrt dem Militär, nachzufragen oder zu -forschen. Das ist also keine reine Diskriminierung, sondern hauptsächlich eine wie immer zwiespältige Verschiebung der Sphären »Privat« und »Öffentlich« – mehr dazu bei Alex Demirovic: „Hegemonie und das Paradox von privat und öffentlich“.

Unterdrückte Mehrheiten

Fefe »[beobachtet] die Amerikaner, weil die reiche, christliche, weiße Mehrheit sich dort erfolgreich einredet, dass sie eine verfolgte, unterdrückte Minderheit sei«. Das ist kein Zufall, dass hier das Adjektiv »männlich« in der Auflistung fehlt, passt halt nicht in die eigene Agenda.

Quarzis

Fefe meint, Quarzsandhandschuhe würden nur von Polizist_innen getragt werden. Ist selbstverständlich nicht so, das weiß sogar die Wikipedia:

Medienberichten zufolge sind Quarzsandhandschuhe in Deutschland vor allem unter Türstehern und Polizisten, aber auch unter Hooligans und in der rechts- und linksradikalen Szene beliebt.

Der Rest erübrigt sich von selbst.

Zu schnell

Schätzungen der Fahrgeschwindigkeit können auch in Deutschland verwendet werden. Diese Sichtweise ist, anders als Fefe meint, nicht innovativ, sondern allein in Deutschland seit über 30 Jahren gerichtsfest. (Danke an @Politik2_0)

Die Anzahl an Gewalttaten

steigt durch Videoüberwachung nicht wirklich. Viel mehr die Anzahl an Erfassten.

Felix und Fefe tratschen rum

„Das rote Blog“ sieht Fefes Aussage beim LKA als Aufreger des Tages.

Unsinn

Fefe trauert dem Text „hase kann kaka“ ob seines enzyklopädischen Wertes nach. Martin Bahmann kommentiert das herrlich sarkastisch.